
Wie du mit einem Podcast oder YouTube-Kanal startest
Ohne Druck und endlose Vorbereitung
Ein tiefer, ehrlicher Leitfaden für selbstständige Frauen, die ihren eigenen Weg gehen.
Wenn du darüber nachdenkst, einen Podcast oder YouTube-Kanal zu starten, kennst du vielleicht dieses Gemisch aus Vorfreude, Unsicherheit und der Frage: „Wen soll das überhaupt interessieren?“
Viele meiner Coachees fühlen genau das. Und ehrlich? Ich selbst war keine Ausnahme.
Mein eigener YouTube-Kanal hat über ein Jahr lang in mir gegärt, bevor er entstanden ist. Aber nicht, weil ich mich nicht getraut habe, sondern weil ich dem ganzen Zeit gegeben habe, um zu wachsen. Denn als ich loslegen wollte, war ich noch nicht soweit. Dennoch habe ich die Zeit genutzt, um die Inhalte zusammenzutragen, die ich in meinem Podcast auf meinem YouTube-Kanal platzieren will. Hier zeige ich dir, wie ich das angegangen bin und was du daraus mitnehmen kannst.
In diesem Artikel bekommst du eine Mischung aus zwei Dingen, die zusammengehören:
- Mentale und emotionale Klarheit
- Praktische Schritte, wie du stressfrei und ohne Druck starten kannst
Wie starte ich als Selbständige einen Podcast oder YouTube-Kanal?
Bevor du dich mit Technik, Strategie und Reichweite beschäftigst, brauchst du nur eines:
Drück auf Aufnahme, ohne zu veröffentlichen.
Es muss nicht perfekt sein und das kann völlig ungeplant geschehen.
Sicherlich kennst du den Moment: Du sitzt im Auto, gehst spazieren, stehst unter der Dusche und plötzlich kommt da so ein schlauer Gedanke. Eine Idee, ein Impuls worüber du gerne sprechen möchtest. Im besten Fall nimmst du genau das sofort auf. Wenn das gerade nicht geht, mach dir eine kurze Notiz oder schicke dir selbst eine Sprachnachricht und nehme dir am besten noch am gleichen Tag 10 Minuten Zeit, um deinen Impuls aufzunehmen. So ist er noch frisch und greifbar. Wähle selbst, ob dir gerade eine reine Audio-Aufnahme oder ein Video lieber ist. Erfahrungsgemäß ist der start mit einer Audio-Aufnahme am einfachsten. Sprich bitte so, als würdest du es jemanden erzählen, den es interessiert.
Hör dir die Aufnahme zwei, drei Tage später nochmal an. So lernst du,
- wie du klingst.
- wie du wirkst.
- wie du dich fühlst.
- was dir gefällt (oder nicht).
Einfach nur beobachten, um zu lernen und ohne dich selbst zu verurteilen. Du hast an der Stelle noch kein Publikum und somit auch noch kein Druck.
Welche Inhalte eignen sich für meinen Podcast/ YouTube-Kanal?
Am Anfang brauchst du keinen komplexen Contentplan, sondern Klarheit über vier Dinge:
- Worüber willst du sprechen?
- Wem willst du helfen?
- Bei welchen Themen wirst du am Meisten nach Hilfe gefragt?
- Bei welchen Inhalten hast du über andere Kanäle die größte Resonanz erhalten? (Likes, Kommentare, direkte Nachrichten etc.)
Nimm die Impulse, wie oben bereits beschrieben, erstmal auf. So bekommst du ein Gefühl dafür, was dir leicht von den Lippen geht.
Spüre in dich rein:
- Bei welchen Themen verspürst du die meiste Freude?
- Bei welchen Inhalten kannst du recht flüssig sprechen, ohne großartig nachzudenken?
Gerade das ist am Anfang entscheidend. Der Rest wird sich entwickeln und so entsteht dein Contentplan fast wie von „allein“.
Warum fällt es vielen Frauen so schwer überhaupt loszugehen?
Aus meiner Erfahrung in Coaching und Business gibt es drei Hauptgründe. Ich liste sie dir hier auf und gebe dir direkt eine klare Antwort:
Unsicherheit: Wen interessiert das denn?
Wenn dich ein Thema begeistert, gibt es immer Menschen, die genau das hören wollen und vielleicht sogar auch müssen. Weil du neue Impulse und Ideen gibst.
Angst vor Sichtbarkeit: Ich stelle mich in den Vordergrund.
Wenn du raus gehst, geht es nicht um dich oder dein Ego. Es geht darum, dass deine Botschaft die Menschen erreicht, denen du helfen willst. Wenn du mit dieser Motivation deinen Kanal oder deinen Podcast startest, dann hat es nichts damit zu tun, dass du dich in den Vordergrund stellen willst.
Perfektionismus: Ich muss perfekt starten
Die Menschen wollen echte Menschen sehen. Es gibt so viele da draußen, die die Masken mittlerweile satt haben. Du kannst ein erfrischendes Beispiel dafür sein, authentisch zu sein. Die Sichtbarkeit entsteht durch den Mut, darüber zu sprechen, was dich begeistert und nicht durch perfekte Schritte.
Am Ende geht es ja auch in erster Linie nicht darum ein perfekter Podcast-Host oder eine gehypte YouTube-Creator zu werden. Es geht in erster Linie darum, dass Interessenten die Möglichkeit haben, sich mit dir, deiner Expertise und deinem Angebot tiefer beschäftigen zu können.
Wie bereite ich mich mental und emotional auf meinen Podcast vor?
Das ist der Teil, den kaum jemand anspricht, der aber sehr entscheidend für jeden ist, der mit dem Gedanken spielt einen Podcast oder einen YouTube-Kanal zu starten. Vor allem ist es wichtig für:
- hochsensible Frauen
- Scannerinnen
- Gründerinnen, Selbständige Frauen und Unternehmerinnen, die Tiefe wollen und keine Lautstärke
Diese Sätze begleiten dich durch den Start:
- Es gibt Menschen, die das interessiert und die deine Botschaft brauchen.
- Es geht nicht um dich, sondern um die, denen du hilfst.
- Du darfst dir Zeit nehmen.
Du bist keine YouTuberin im Haupterwerb. Du bist eine Unternehmerin mit einer Botschaft. Nicht mehr und nicht weniger.
Wie viel Vorproduktion brauche ich wirklich?
Um entspannt deine Content-Produktion anzugehen, empfehle ich dir 6-8 Wochen Inhalte im voraus zu produzieren, die aufgenommen und geschnitten sind.
Warum?
Weil du sonst in ein Hamsterrad rutschst, das dein Nervensystem komplett überlastet. Podcast/YouTube sind keine schnellen Kanäle wie Instagram. Sie brauchen Freiraum und Vorlauf.
Du brauchst genügen Freiraum, um:
- Impulse zu sammeln
- Aufnahmen zu machen
- dich gut zu fühlen
- Content ohne Hektik und Stress zu bearbeiten
Wenn du alles allein machst, gilt:
Starte erst, wenn du genügend Puffer hast.
Oder du holst dir so wie ich Unterstützung. Das gibt dir Rückendeckung und Freiräume. Muss man sich natürlich auch leisten können und wollen.
Podcast vs. YouTube: Was passt besser zu mir?
Beides funktioniert wunderbar für dich, solange du, du selbst bist.
Ich persönlich habe mit einer Hybriden Variante begonnen. Ich habe meinen Podcast bei YouTube gestartet. Mal mit Bild, mal mit Stockfotos. Denn ich folge voll und ganz meiner Intution. Es gibt Momente, in denen ich mich gerne vor der Kamera zeige, es gibt aber auch Momente in denen ich einen Impuls gerne aufnehmen möchte, mich aber nicht ganz kameratauglich fühle. Also habe ich eine Audio-Aufnahme gemacht und Stock-Videos oder einzelne Aufnahmen von mir benutzt, die ich vorher für solche Fälle produziert habe.
Wenn du einfach starten willst, hier meine Empfehlung:
Starte erst einen Podcast auf YouTube, um erstmal anzutesten. Du kannst kostenlos starten und musst dich nicht mit den Kosten und der Technik bei der Veröffentlichung eines Podcasts auseinandersetzen. Wenn es gut funktioniert, dann nutze die Tonspur deiner Folgen und veröffentliche die Inhalte auf diversen Streamingplattformen wie Spotify und Co.
Sichtbarkeit ohne Druck: Warum es nicht um dich geht
Wenn du Inhalte aufnimmst, wirst du zur Stimme deiner Botschaft. Nicht zur Hauptfigur.
Es geht um die Menschen, die:
- deinen Mut brauchen
- deine Worte brauchen
- deine Klarheit brauchen
- deine Inspiration brauchen
Sichtbarkeit ist kein „Sich-Zur-Schau-Stellen“.
Sichtbarkeit ist ein Dienst an denen, die du erreichen möchtest.
Mein eigener Start und warum es ein Jahr gedauert hat
Ich habe meine erste Folge Anfang 2025 aufgenommen. Streng genommen sogar Ende 2024. Denn da habe ich die Inhalte der zweiten Folge aufgenommen. Die erste Folge habe ich erst dann aufgenommen, als ich mir sicher war, in welche Richtung es wirklich geht. So konnte innerhalb der ersten Folge meine Zuschauerinnen und Zuhörerinnen mehr darauf vorbereiten, was sie erwartet.
Veröffentlicht habe ich meine erste Folge im November 2025.
Warum? Weil ich:
- Impulse gesammelt habe
- sie ohne Druck aufgenommen habe
- Unterstützung angenommen habe und wir uns gemeinsam die Zeit gegeben haben, Struktur in unsere Zusammenarbeit zu bringen
- einen Zeitpunkt gewählt habe, der sich für mich richtig angefühlt hat (keine Ahnung warum)
Es ist kein Zögern, sondern eine Mischung aus Klarheit und Vertrauen in das eigene Timing.
Konkrete Schritte, damit du starten kannst
Hier bekommst du einen klaren, machbaren Leitfaden:
Heute oder morgen: Eine einzige Aufnahme machen
So wie oben beschrieben. Wenn du einen Impuls hast, raus damit. Falls du gerade noch keinen hast, stelle dir sebst die Frage: Was habe ich zu sagen?
Drei Tage später anhören
Höre dir die Aufnahme an: Wie fühlst du dich damit? Was gefällt dir gerade schon richtig gut? Schreibe es dir auf und frage dich gleichzeitig, welche weiteren Impulse kommen, während du die Aufnahme hörst.
Deine Hauptbotschaft formulieren
Was ist die Hauptmassage deines Podcasts oder deines YouTube-Kanals?
Was hast du zu sagen? Was wird von dir gerade am meisten gebraucht?
Und Achtung: Deine erste Hauptbotschaft ist nicht in Stein gemeißelt. Sie darf sich mit der Zeit auch verändern. Diese Perspektive nimmt dir den Druck, dass deine Hauptbotschaft perfekt sein muss.
5 – 8 Spontane Impulse für Folgen sammeln
Mache dir Notizen bezüglich der Inhalte und Themen, schicke dir Sprachnachrichten und lasse es einfach fließen. Wichtig: Setze dich nicht unter Druck. Das was kommt, das kommt. Nimm dir einfach vor, deine guten Ideen per Sprachmemo, Notizen oder ähnliches festzuhalten. Denn das beste Futter für deine Inhalte ist bereits in dir.
Vorproduktion deines Contents
Nimm deine Inhalte erstmal nur auf. Sobald du 8 folgen aufgenommen hast, beschäftige dich mit dem Schnitt, dem Schreiben der Beschreibung, Shownotes usw. Es empfiehlt sich ein oder zwei kurze Ausschnitte (ca. 30 Sekunden) deines Videos oder deiner Audio zu verwenden, um deine Inhalte später auf anderen Kanälen, wie Instagram, LinkedIn oder TikTok zu recyceln.
Wenn es um Schnittprogramme geht, empfehle ich Adobe Premiere Rush, weil ich dieses Programm selbst verwendet habe und es einfach zu bedienen war. (Das ist keine Werbung sondern ein reiner Erfahungsbericht. Ein anderes Programm zum schneiden konnte ich noch nicht testen, da ich mich später beim Schneiden Unterstützung geholt habe)
Starte erst dann, wenn du bereit bist
Mache bitte nicht den Fehler und setze dich mit dem Start unter Druck. Alles kommt zu seiner rechten Zeit.
Und wie war der Spruch? Gut Ding will weile haben.
Du möchtest ja ein ausgewähltes Menü anbieten und kein Fast Food.
Gib dir den Raum und die Zeit, den richten Zeitpunkt auszuwählen. Du bestimmst.
Sei dabei aber bitte auch ehrlich zu dir: Ist das Sabotage oder spürst du gerade wirklich in dich rein?
Wenn du Schwierigkeiten hast, das herauszufinden, helfe ich gerne, wenn du möchtest.
FAQ – Häufige Fragen zum Start mit Podcast und YouTube
Wie beginne ich mit meinem ersten Podcast?
Wenn du einen Impuls hast, Drücke auf Aufnahme. Egal ob Audio oder Video. Die ersten Aufnahmen müssen nicht veröffentlichen. Sie dienen dir, um zu lernen. Sammle deine Impulse und Themen, höre sie dir später an und finde erstmal deine Stimme.
Welche Technik brauche ich als Anfängerin?
Ein gutes Smartphone (mit einer guten Kamera, wenn du Video-Aufnahmen machen möchtest), ein Lavallier-Mikrofon (für bessere Aufnahmen) und Köpfhörer. Mehr erstmal nicht. Denn es geht erstmal darum, rein zu kommen.
Wie bleibe ich konstant bei der Contentproduktion, ohne auszubrennen
Gib dir die Zeit vorzuproduzieren, sodass du dir auch Pausen bei der Contentproduktion gönnen kannst. Du musst nicht jede Woche liefern, sondern erst dann, wenn die Impulse kommen.
Wie finde ich Themen für meinen Podcast oder meinen YouTube-Kanal?
Folge deiner Begeisterung und der Resonanz, die du bisher auf anderen Kanälen und in deiner Arbeit bekommen hast. Alles, was dich bewegt und wobei du helfen kannst, wird auch andere bewegen.
Fazit: Sichtbarkeit beginnt bei dir.
Nicht bei der Technik oder einem Contentplan
Was du wirklich brauchst:
- Deine Stimme
- Deine Botschaft
- Deine Energie
- Deinen Mut, die erste Aufnahme zu machen
Mehr nicht. Fürs erste.
Der Rest darf in deinem Tempo wachsen.
Wenn du spürst, dass dich etwas davon abhält, wirklich loszugehen, sei es Unsicherheit, Selbstzweifel, fehlende Klarheit oder dieses diffuse Gefühl von „irgendwas blockiert mich“, dann müssen wir nicht sofort in Strategie springen.
Manchmal braucht es zuerst Raum, um zu verstehen:
- Wo es eigentlich wirklich hakt
- Ob dein System gerade Schutzprogramme fährt (Sabotage)
- Ob dir schlicht Energie oder Orientierung fehlt
- Oder ob du erst herausfinden musst, wer du als Unternehmerin wirklich bist und was zu dir passt
Genau dafür gibt es den Magischen Kompass. Meine 1:1-Begleitung, die dir hilft, sichtbar zu machen, was dich bremst und warum. Du erkennst, was dein nächster machbarer Schritt ist, ohne dich zu überfordern. Wenn du herausfinden willst, was dein aktuelles Nadelöhr ist und wie du wieder ins natürliche Vorangehen kommst, dann melde dich bei mir. Wir schauen gemeinsam hin.
Wenn du gerade lieber auf eigne Faust auf den Grund gehen willst, aber ein wenig Orientierung brauchst, schaue bei meinem neu entwickelten Online-Programm vorbei.
SensitiveBiz unterstützt dich, herauszufinden, wer du bist, wie du funktionierst und welche Schritte wirklich zu dir passen.
Ansonsten freue ich mich natürlich, wenn du einfach auf meinem YouTube-Kanal vorbei schaust. So oder so, freue ich mich, dich weiter begleiten zu drüfen.
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